Alte und neue Geister im Land der Pharaonen

Ägypten – das Land am Nil wartet mit einer vielfältigen und faszinierenden Kultur, aber auch überaus interessanten Plätzen mit paranormalen Aktivitäten aus alter und neuer Zeit auf.

Der Palast des Barons

Der belgische Baron, Entrepreneur und Amateurägyptologe Édouard Empain ließ sich im Jahr 1911 den von indischer Architektur inspirierten Palais Hindou im Kairoer Stadtteil Heliopolis errichten. Empain lebte dort nicht gerade harmonisch mit seiner körperbehinderten Tochter Miriam, die eines Tages tot im Speiseaufzug aufgefunden wurde. Bei ihr ist bis heute ebenso wenig wie bei ihrer vom Balkon gestürzten Tante Helena klar, ob es sich um Selbstmord oder ein Verbrechen handelte. Der leer stehende Palast ist heute im Besitz des ägyptischen Staates. Die ersten Berichte über Geister kamen schon kurz nach dem Tode Empains 1929 auf. Fenster und Türen in dem leer stehenden Gebäude öffnen und schließen sich, nachts brennen Lichter in dem Gebäude und Musik ist zu hören. Auch die Geister der verstorbenen Frauen wurden schon gesichtet. Manche geben an, Empain gehe selbst um, denn es existiert ein Geheimgang zwischen dem Palast und seinem Grab in der Basilika von Heliopolis.

Erscheinungen in der Wüste

Etwas außerhalb von Cairo liegt das Militärausbildungscamp von Dashour, unweit der schwarzen Pyramide. Die Soldaten hören nachts regelmäßig Schreie und sogar Schüsse. Weiterhin geht ein lange verstorbener General um.

Rund um die große Pyramide von Gizeh gibt es ein Phänomen, das ebenfalls paranormal scheint. Hier wird immer wieder ein Mann mit seinen Kindern gesichtet, alle sind im Stil der 1920er Jahre gekleidet. Der Pharao selbst soll ebenfalls umgehen: Khufu, dessen letzte Ruhestätte in einer der Pyramiden ist, erscheint um Mitternacht, besucht die an das Areal angrenzenden Häuser und fordert die Bewohner auf, das Gebiet zu verlassen.

Im Tal der Könige bei Luxor, das jährlich Tausende von Touristen in seinen Bann zieht, geht ein Pharao nachts in seinem Streitwagen auf Ausfahrt. Er wird regelmäßig von den Grabwächtern gesichtet, die auch Schritte, Schreie und Rädergeräusche an dem menschenleeren Ort vernehmen.

Wadi Natron liegt an der Wüstenstraße zwischen Kairo und Alexandria und ist eine eher neue Erscheinung. Der Streckenabschnitt ist bekannt für tödliche Unfälle. Immer wieder berichten Augenzeugen von Personen, die direkt vor den Fahrzeugen auftauchen oder blutüberströmt am Fahrbahnrand stehen.

Die Wohnungen der Geister

Daneben gibt es auch aus Wohnungen in verschiedenen Landesteilen paranormale Aktivitäten zu vermelden. Im Roushdy Gebäude in Alexandria wohnt seit 50 Jahren niemand länger als eine Nacht. Aus den Wasserhähnen kommt manchmal Blut und nachts sind Schreie zu hören. Hintergrund ist, dass einer der verantwortlichen Ingenieure während des Baus einen Koran auseinandergerissen haben soll und das Gebäude auf diesem Fundament steht.

Im Kairoer Stadtteil Zamalek fanden in einer Wohnung im Jahr 2003 binnen kurzer Zeit drei Morde und ein Selbstmord statt. Nachbarn berichten, dass aus dem bis heute leer stehenden Apartment regelmäßig Streit und heftige Diskussionen zu hören sind. Der Aufzug stoppt täglich um fünf Uhr morgens, dem Todeszeitpunkt.

In Giza bricht einmal monatlich in einer Wohnung ein Feuer aus. Die Tochter des Eigentümers berichtet von einer paranormalen Erscheinung, die regelmäßig mit ihr kommuniziert und sie jeweils vor dem Brand warnt.