An Albtraum gestorben

Taipeh/ Taiwan – Die taiwanesische Polizei untersucht derzeit einen mysteriösen Todesfall eines jungen thailändischen Arbeiters, der im Schlaf gestorben ist. Nach ersten Untersuchungen geht die Polizei von dem Albtraum Todessyndrom aus, einer häufiger auftretenden Todesursache in Thailand.

Der 41-jährige thailändische Gastarbeiter Adul Phanakan einer Fabrik in Chiayi, verstarb in der Nacht auf Mittwoch. Zeugen berichteten, dass er zuvor laut im Schlaf aufgeschrien habe. Phanakan befand sich in einem guten gesundheitlichen Zustand. Die Ergebnisse einer Autopsie stehen noch aus.

Jedoch ist der Tod von Phanakan kein Einzelfall unter jungen thailändischen Arbeitern. Immer wieder kommt es zu mysteriösen Todesfällen, bei dem die Arbeiter im Schlaf unter lautem Geschrei sterben.

Das so genannte Nightmare Death Syndrome (Albtraum Todessyndrom), ist eine führende Todesursache unter vorwiegend jungen männlichen Thailändern, Philippinos und Japanern.

Der spanische Arzt, Pedro Brugada, entdeckte 1986 diese Todesursache, bei der das Herz in stark unregelmäßigen Abständen schlägt und im Extremfall die Blutzirkulation zum Erliegen kommt.

In der thailändischen Folklore wird der Tod jedoch durch sogenannte Witwen-Geister verursacht, die die Seelen der jungen Männer im Schlaf einfangen. Darum malen sich junge Thailänder oftmals die Fingernägel rot an oder schminken ihre Lippen, um die Geister zu täuschen und glauben zu machen, dass sie Frauen und keine Männer seien.