Astrologe sollte Hitlers Pläne erahnen

London/ England – Englands Geheimdienst beschäftigte einen Astrologen während des Zweiten Weltkrieges, um herauszufinden, was Hitler als nächstes planen würde. Das geht aus neuen, freigegebenen Akten des britischen Geheimdienstes MI5 hervor.

Angeblich waren Hitlers Entscheidungen stark von seinem Horoskop geprägt. Obwohl Hitler selbst immer wieder öffentlich bekräftigte, dass er nicht daran glauben würde, beschäftigte er einen persönlichen Astrologen, Karl Ernst Krafft.

Der britische Geheimdienst engagierte daraufhin den Astrologen Louis de Wohl, der die Aussagen von Krafft erahnen sollte, da astrologische Vorhersagen auf dem Verlauf der Sterne basieren und mathematisch berechenbar sind.

So schrieb de Wohl: “Das System, von dem Hitler sich beraten ließ, basiert auf mathematischen Berechnungen und hat nichts mit Mystik oder Hellseherei zu tun. Ich berechne einfach, wofür die Zeichen günstig stehen, ebenso wie es mein Gegenspieler Krafft macht.”

Obwohl de Wohl von einigen Mitgliedern des MI5 offensichtlich als Charlatan angesehen wurde, sind einige seiner Vorhersagen tatsächlich eingetroffen, darunter die Invasion von Griechenland, die Schlacht um Midway und der Sieg von General Montgomery gegen den Wüstenfuchs Rommel in Nordafrika.

Der MI5 nutzte de Wohls Dienste aber auch für astrologische Zukunftsvorhersagen über den japanischen Kaiser Hirohito, um England einen taktischen Vorteil zu gewähren.

Die Akte kann nun im nationalen Archiv in Kew eingesehen werden.