Beerdigte Frau hatte Sarggeburt

Archäologen der Universitäten Ferrara und Bologna untersuchten die sterblichen Überreste aus einem Grab nahe Imola (Italien) aus dem 7. oder 8. Jahrhundert, das bereits 2010 entdeckt wurde und machten eine grausige Entdeckung: eine Sarggeburt.

Bei der Untersuchung des Skeletts stellten die Wissenschaftler um Alba Pasini fest, dass es sich um eine Frau im Alter zwischen 25 und 35 Jahren gehandelt haben muss, die ein Loch im Schädel aufweist, das aber wohl nicht für den Tod der Frau verantwortlich, sondern vermutlich Teil einer medizinischen Behandlung war, einer Treptanation.

Die Frau schien unter einer Krankheit zu leiden, die sie letztlich nicht überleben sollte, doch die Frau war schwanger und stand kurz vor der Niederkunft, was die Wissenschaftler aus der Größe der Knochen der sterblichen Überreste des Fötus schlossen.

Sie wurde – zusammen mit dem Baby – beerdigt und es kam aufgrund der Ausgasungen des verstorbenen Körpers zu einer so genannten Sarggeburt, d.h. der tote Körper gebahr das Kind, bzw. die Ausgasungen drückten den Fötus aus dem Körper der toten Mutter heraus. Ob das Baby zum Zeitpunkt der Beisetzung noch am Leben war, konnten die Wissenschaftler nicht feststellen.