Berg soll verflucht werden

Nairobi/ Kenia – Angehörige des Eingeborenenstammes der Kikuyu nutzen ungewöhnliche Mittel, um ihr Heiligtum, den Karima Berg zu schützen. Sie planen, einen Fluch über den Berg zu legen.

Die Kikuyu glauben, dass Gott den Berg Karima als Teil seines Weges zum Berg Kenia nutzt. Eine Teefirma plant nun jedoch die landwirtschaftliche Nutzung des Berges mit Eukalyptuspflanzen; ein Telefondienstleister den Bau eines Funkmastes.

Im Dezember wollen die Schamanen der Kikuyu nun einen Fluch über den Berg Karima legen, um ihn vor den geplanten Vorhaben zu schützen. Die Porini-Stiftung, eine kenianische Umweltschutzorganisation, unterstützt die Zeremonie.

“Das ist kein Witz, das ist Wirklichkeit”, berichtete Kariuki Thuku, ein Mitarbeiter der Stiftung. “Die Menschen sind besorgt. Diejenigen, die bereits von der Teefirma eingestellt wurden, dürfen nicht mehr für sie arbeiten”, fuhr er fort.

Die traditionelle Religion wird immer öfter als Mittel des Umweltschutzes eingesetzt. Zwei Jahre zuvor hatte der Kikuyu Stamm den Giitune Wald verflucht. Der Fluch richtete sich insbesondere gegen Holzfäller, diese sollten von giftigen Schlangen gebissen werden, sobald sie im Wald Bäume zu fällen versuchten.

Die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Kikuyu.