Blutmond – Bindungsritual

Der Blumond galt im Mittelalter oft als negatives Omen für Vorhaben & Schlachten. Mondmagie gilt jedoch als außerordnetlich mächtig, im positiven, wie im negativen Sinne. In der Magie wird diese astronomische Konstellation seit je her für Blutrituale benutzt, beispielsweise für Bindungsrituale.

(Nächster Blutmond am 31.01.2018)

Blutmond – Bindungsritual

Ziel:
Zwei Menschen astral zu verbinden (es geht dabei nicht primär um eine sexuelle Verbindung oder Partnerschaft, diese kann dadurch aber natürlich auch gestärkt werden; sondern schlicht um die astrale Verbindung zweier Menschen).

Vorbereitung:
Man suche sich zunächst einen Platz in der Natur, der ungestört ist und einen Blick auf den Blutmond erlaubt.
3 Kerzen, silber
1x Rotwein
1x Kelch
1x Räuchergefäß, Weihrauch
1x Athame oder Vergleichbares (Stab, Schwert, usw.)
1x Messer (oder Athame, wenn scharf genug)

Einleitung:
Man suche sich einen Ritualplatz aus und beginnt mit den Vorbereitungen – bestenfalls wenn der Mond aufgeht -, die da wären: Den Ritualplatz astral mit Weihrauch zu reinigen. Anschließend wird ein Ritualkreis mit dem Athame gezogen, die Räucherschale wir in die Mitte des Kreises gestellt, zusammen mit dem Kelch, dem Wein und den drei Kerzen wird ein kleiner Altar bereitet.

Ritual:
Der Mond muss am Himmel stehen und sichtbar sein.
Die beiden Personen führen zur Einstimmung allein – jeder für sich wenn möglich – das kleine Pentagrmmritual durch und treten dann in den Kreis. Die erfahrenere Person leitet das Ritual.
Wer das Ritual als solches schützen möchte, kann die Wächter der Elemente rufen:

Man stellt sich auf den Kreis, richtet sich nördliche nach Norden und spricht:
“Ich rufe Euch, Wächter der Türme des Nordens!”
Dabei ein bisschen warten, bis man eine Präsens spürt. Im Uhrzeigersinn weitergehen nach Osten und sprechen:
“Ich rufe Euch, Wächter der Türme des Ostens.”
Wieder warten, weiter geht es nach Süden:
“Ich rufe Euch, Wächter der Türme des Südens!”
Dann nach Westen:
“Ich rufe Euch, Wächter der Türme des Westens.”
Dann geht man in die Mitte des Kreises, dreht sich langsam herum und spricht dabei: “Ich danke euch, Wächter des Nordens, Ostens, Südens und Westens. Seid Schutz und Schild und Zeugen dieses Rituals.”

Gerne kann die Aufgabe der Wächter auch von vier Personen durchgeführt werden, die sich an die Positionen stellen und die Anrufung nacheinander durchführen.

Beide Personen, die sich verbinden wollen, stellen sich mit Blick zum Mond.
Der Leiter des Rituals entzündet zwei Kerzen, die zweite Person die dritte Kerze. (Holzscheit oder Streichholz, nicht Feuerzeug)
Im Räuchergefäß wird weiterhin Weihrauch geräuchert (wenn man sich in der freien Natur bewegt, nicht sparsam damit sein).
Der Leiter/Magier gibt Rotwein in einen Kelch.
Beide Personen geben sich die Hand, halten diese über den Weihrauch und blicken in den Mond, mehrfach tief durchatmen und den Moment wirken lassen.
Die Personen drehen sich zueinander, der Magier nimmt die Hand der anderen Person in seine Hand, spricht:
“Bei der heiligen Kraft des Mondes:
Dein Schmerz wird schon bald mein Schmerz sein” und ritzt mit einem Messer vorsichtig über die Liebeslinie (oberste Linie in der Hand) – parallel dazu und fängt ein bis zwei Tropfen Blut im Becher mit Wein auf. Dann übergibt der Magier das Messer der anderen Person, sie nimmt die Hand des Magiers, spricht:
“Bei der heiligen Kraft des Mondes: Dein Schmerz wird schon bald mein Schmerz sein” und ritzt mit dem Messer vorsichtig in die Hand, parallel zur Liebeslinie, fängt den/die Tropfen Blut im Weinkelch auf.
Beide Personen nehmen sich an der verwundeten Hand, dass sie sich berühren, blicken sich in die Augen.
Der Magier nimmt den Weinkelch, spricht:
“Bei der heiligen Kraft des Mondes: Mein Blut ist dein Blut, meine Liebe zu dir ist deine Liebe zu mir” und trinkt aus dem Kelch.
Die andere Person spricht: “Bei der heiligen Kraft des Mondes: Mein Blut ist dein Blut, meine Liebe zu dir ist deine Liebe zu mir” und trinkt aus dem Kelch.
Dann drehen sie sich wieder zum Mond, heben die Hand, dass sie den Mond verdeckt und sprechen gemeinsam:
“So sei es, solange der heilige Mond unser Zeuge”.
Danach umarmen sich beide Personen (ein Pärchen darf sich auch küssen oder mehr) und beenden das Ritual
Die Kerzen erlöschen.
Die Wächter werden entlassen, sofern gerufen.
Den Kreis abgehen.
Im Osten beginnen und sprechen: “Ich danke Euch, Wächter der Türme des Ostens.”
Nach Süden: “Ich danke Euch, Wächter der Türme des Südens.”
Nach Westen: “Ich danke Euch, Wächter der Türme des Westens.”
Nach Norden: “Ich danke Euch, Wächter der Türme des Nordens.”

Den Ritual-Kreis mit dem Athame abgehen, dabei die linke Hand nach außen halten und den Kreis öffnen.

Den Moment (lange) genießen, solche Tage/Abende gibt es nicht viele im Leben.

—–

Es muss nicht unbedingt ein Blutmond sein, ein Vollmond eignet sich auch.

Vergesst nicht: Es entsteht dadurch ein ganz besonderes, intensives, unterbewußtes/unbewußtes Band zwischen euch, das Euer gemeinsames Leben verändern wird.

Tipp zur Praxis: Macht einmal eine Trockenübung im Schnelldurchgang, damit Ihr im Ritual nicht aus der meditativen Stimmung geholt werdet, weil Euch ein Ablauf nicht ganz geläufig ist.

Zum Ritzen: Benutzt das Messer nicht in Richtung der Klinge, sondern im 90° Winkel dazu und ritzt nur mit der Spitze, dann wir die Wunde nicht tief und Ihr tut Euch nicht wirklich längerfristig weh.

Viel Erfolg!

Le-olam
olorien