Der Wein und seine Geister

In den USA gibt es eine Reihe von historischen Weingütern, die eine überaus interessante paranormale Historie aufweisen. Plötzliches Klavierspiel, kindliche Gesänge und unheimliche Berührungen.

Türknallen und Klavierspiel in Kalifornien

Bevor das in den 1830er Jahren erbaute Bartholomew Park im kalifornischen Sonoma County zum Weingut wurde, diente das Anwesen als Frauengefängnis, psychiatrische Klinik und Leichenhalle. Jeff Dwyer, der berühmte kalifornische Geisterjäger, erwähnt drei Geister, die permanent anwesend seien. Ferner werden seit Ende der 1960er Jahre nachmittags und um Mitternacht Gesänge aus dem Keller, der als Gefängnis diente, gehört.

Besucher berichten von einem Klavier, das von alleine zu spielen beginnt und Klopfgeräuschen, die im ganzen Haus zu hören sind. Aktuell ist immer noch unklar, ob die sterblichen Überreste einer jungen Frau, die bei Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren geborgen wurden, im Zusammenhang mit dem Spuk stehen. Dry Creek, der Sitz des kalifornischen Weininstitutes, war früher indianisches Siedlungsgebiet. Hier knallen nachts regelmäßig die Türen und auf den Gängen hallen unerklärliche Schritte.

Geister namentlich bekannt

Das Santa Nella House gehört zur kalifornischen Champagnerkellerei Korbel. Die Spukerscheinungen sind hier sogar namentlich bekannt. Ein älterer Herr spaziert durch die Gästezimmer und verursacht Störungen in der Elektrik. Ein Geist mit Namen Emma lässt Gegenstände verschwinden oder platziert sie neu. Sie trägt ein langes schwarzes Kleid. Der Geist der Veranda klingelt regelmäßig an der Haustür und es gibt sogar eine geisterhafte Katze, die Pfotenabdrücke auf Teppich und Betten hinterlässt. Eine paranormale Erscheinung des Franco-Swiss Weingut in St. Helena ist ebenfalls bekannt: Der ehemalige Besitzer Jules Miller wurde 1882 ermordet und macht seitdem mit Klopfgeräuschen auf sich aufmerksam.

Weibliche Hausgeister

Das Chateau Saint Jean in Kenwood ist nicht nur berühmt für seinen Wein, sondern auch für einen Geist namens Camilla. Ein Ehepaar aus Michigan baute sich auf dem Grundstück in den 1920er Jahren seinen Sommersitz. Ihre Tochter Camilla starb im Teenageralter und wird seitdem immer wieder von Angestellten des Weingutes gesichtet. Sie wird heute als der gute Geist des Anwesens betrachtet. Madrona Manor im kalifornischen Healdsburg ist heute ein Fünfsternerestaurant, doch hier spukt vor allem im Raum 101 regelmäßig die schwarz gekleidete Hannah, bei der es sich um die Witwe des ersten Besitzers handeln soll.

Wohngemeinschaften mit Geistern

Gespenster werden jedoch auch in anderen Weinanbaugebieten gesichtet. Das Gut Belvoir in Missouri wurde 1819 als Waisenhaus gegründet. Paranormal erscheinen hier regelmäßig auftretendens Kinderlachen und Kindergesänge, die aus den Wänden kommen. Das in Erscheinung treten der Geister der Kinder selbst, Klavierspiel, Türenschlagen und aus dem Nichts kommende Berührungen. Die 1743 gegründete Zephania Farm in Virginia kann auf eine bewegte Geschichte voller Mord und Betrug zurückblicken. Laut Geisterjägern bevölkern heute insgesamt 35 Mensch-und Tiergeister das Anwesen, mit denen sich die Eigentümer arrangiert haben. Die Wohngemeinschaft funktioniert sogar derart prächtig, dass kürzlich ein Geist namens Bill seine Zufriedenheit mit einer Renovierung kundgetan hat.