Ermordet und eingemauert

Wien/Österreich – Die österreichische Presse nennt die Frau “Eis-Hexe””: Die Tochter eines spanischen Experten für paranormale Phänomene, Besitzerin eines Eiscafés, hat zwei gruselige Taten gestanden: Sowohl Ex-Mann als auch Ex-Liebhaber wurden von ihr ermordet und im Keller ihres Hauses einbetoniert. Die Opfer wurden erst entdeckt, als Bauarbeiter beim Renovieren des Kellers Leichenteile in zwei Mörtelwannen fanden – der Oberschenkel eines der Toten ragte heraus.

Bei der Täterin soll es sich um eine Spanierin handeln, die in Wien jahrelang einen Eissalon betrieben hat. Besonders auffällig sei die Frau nie gewesen, ihre Kontakte zu esoterischen Kreisen seien allerdings bekannt gewesen. Das Verschwinden der beiden Männer- ein Deutscher und ein Österreicher – habe sie damit erklärt, diese hätten sich zu einer geheimen Sekte nach Indien begeben. Damit hatten sich die Wiener Behörden zufrieden gegeben, nachgeforscht wurde nach den Verschwundenen nie.

Nachdem die Leichenteile im Todeskeller entdeckt worden waren, flüchtete die Frau mit dem Taxi nach Italien. Dort wurde ein Straßenmusiker auf die völlig verwirrt wirkende Spanierin aufmerksam, als sie vor einem Bahnhof herum irrte. Er nahm sie mit in seine Wohnung, lies sie dort übernachten, alarmierte jedoch am nächsten Morgen die Polizei, weil er Verdacht schöpfte. Mittlerweile wartet die Frau in italienischer U-Haft in Triest auf ihre Auslieferung nach Österreich. Pikant: Sie ist von einem dritten Mann, einem österreichischen Eisgroßhändler, im 2. Monat schwanger.

Die baskisch-mexikanische Familie der Verhafteten soll wohlhabend sein: Der Vater, ein in Spanien bekannter Parapsychologe, soll mehrere populäre Bücher über esoterische Phänomene bei den Mayas und Azteken verfasst haben – einschließlich der dort üblichen Ritualmorde. Kriminalisten rätseln nun, wie die als sehr zierlich geschilderte Frau die Leichen der beiden kräftigen Männer – einer soll über 1, 90 m groß und fast 2 Zentner schwer gewesen sein – in den Keller bugsieren, zerstückeln und im selber angemischten Mörtel einbetonieren konnte. Ob übersinnliche Kräfte im Spiel waren oder ganz normale menschliche Helfer, wird sich zeigen.