Franzose heiratete eine Tote

Albi/ Frankreich – Ein 68-jähriger Franzose aus Albi heiratete dieser Tage seine 2004 verstorbene Lebensgefährtin. Ein spezielles französisches Dekret ermöglicht diese besondere Form der Eheschließung.

2004 verstarb Martine Cazenave, die Lebensgefährtin des Kunstmalers Jean-Louis Ronzier nach plötzlicher Krankheit. Kurz zuvor hatte Ronzier seiner Partnerin versprochen, sie zu heiraten, was er nun verwirklichte.

Das französische Recht erlaubt diese posthume Form der Eheschließung. Allerdings müssen der französische Staatspräsident und der Justizminister der Heirat persönlich zustimmen. Im ersten Anlauf scheiterte Ronzier, da der damalige französische Präsident Jaques Chirac der Heirat nicht zustimmte. Der neue Präsident Nicolas Sarkozy hatte damit jedoch kein Problem und genehmigte die Ehe.

50 geladene Gäste erschienen im Standesamt des Verwaltungsbezirks Tarn. Der Bräutigam nahm einen Hut der Verstorbenen mit und platzierte ihn auf dem Stuhl, auf dem normalerweise die Braut sitzt.

Ronzier wirkte glücklich und zufrieden nach der standesamtlichen Trauung. “Ich habe ihr mein Versprechen gegeben und das löse ich jetzt ein. Ich spreche weiterhin mit ihr, über all das, was ich täglich mache”, so der Bräutigam.