Geister in U-Bahnnetz

London/ England – Ein Zug der Lononder U-Bahn musste dieser Tage eine Vollbremsung machen. Der Lokführer behauptete, eine Person hätte auf den Gleisen gestanden. Eine Suche nach der Person blieb jedoch erfolglos.

Dass sich zuweilen auch Geister in U-Bahnen herumtreiben, ist ein offenes Geheimnis, doch nun musste eine U-Bahn auf der Londoner Central Line bei voller Fahrt eine Vollbremsung machen, weil angeblich eine Person auf den Gleisen stand, die jedoch nicht gefunden wurde.

“Ich befand mich auf meiner Tour zwischen den Stationen Chancery Lane und St. Paul’s, als ich plötzlich eine Person auf den Schienen sah. Ich löste sofort eine Vollbremsung aus; denn der Horror eines jeden Lokführers ist es, einen Menschen auf dem Gewissen zu haben, auch dann, wenn er selbst den Freitod wählt”, berichtete der Lokführer Jim Randolph.

“Allerdings kam der Zug nicht rechtzeitig zum Stehen und wir fuhren durch die Person hindurch, aber ich hörte keinen Aufprall oder dergleichen. Ich kann mir das beim besten Willen nicht erklären”, fuhr der 47-Jährige fort. Auch eine anschließende Suche und Inspektion des Zuges blieb erfolglos.

Randolphs Arbeitgeber, die Londoner Tube, kommentierte den Vorfall bisher nicht. Jährlich nehmen sich in der Londoner U-Bahn etwa 100-200 Personen das Leben (2003:179).

Passagiere munkelten bereits, dass es sich vielleicht um einen verstorbenen Selbstmörder handelte, der nun im Londoner U-Bahnnetz spukt.