Geisterbahnhof soll Betrieb wieder aufnehmen

Purulia/ Indien – Eine Bahnstation in Purulia, an der seit mehr als 35 Jahren kein Zug mehr gehalten hat, weil es dort angeblich spukt, soll wieder ihren Dienst aufnehmen.

Der Spuk begann angeblich, nachdem eine Frau von einem Zug erfasst und getötet wurde. Seit jenem Vorfall berichteten Reisende immer wieder davon, eine durchsichtige Frauengestalt, mit einem weißen Sari bekleidet, auf dem Bahnhofsgelände zu sehen.

“Die Menschen hatten einfach Angst und begannen die Station immer mehr zu meiden. Die Anwohner von Purulia und Begunkodor nahmen selbst Umwege über andere Stationen in Kauf, nur um nicht an diesem Bahnhof aussteigen zu müssen”, berichtete Pabitra Koi-barta, ein Anwohner aus Begunkodor.

“Der letzte Bahnwärter der Station berichtete den Menschen immer wieder von dem Geist einer Frau, den er gesehen hatte. Wenig später war er tot. Die Menschen glaubten, dass der Geist ihn getötet hat. Ein neuer Bahnhofswärter erschien nach dem vierten Tage nicht mehr zum Dienst. Daraufhin blieb die Station verlassen”, sagte Madan Gope, eine 65-jährige Anwohnerin.

Der regionale Politiker Basudev Acharya hält das alles jedoch für Unfug und will, dass die Station wieder eröffnet wird. “So etwas Absurdes darf einfach nicht sein”, so Acharya.

Auch die Offiziellen der Bahngesellschaft glauben nicht an die Geistertheorie und wollen eine Wirtschaftlichkeitsstudie in Auftrag geben, um den Stationsbetrieb eventuell wieder aufnehmen zu können.

Der örtliche Kongressabgeordnete Nepal Mahato bestätigte hingegen die These, dass sich “böse Geister” an der Bahnstation befinden sollen. Er empfahl daraufhin Exorzisten zu beauftragen, die das Gebiet spirituell reinigen sollten.

Sicher ist jedoch, dass insbesondere die älteren Bewohner der Region Begunkodor nie wieder in einen Zug an der Station Purulia steigen werden.