Geisterbahnhof wiedereröffnet

Begunkodor/ Indien – Die Menschen in Begunkodor, einem kleinen Dorf im indischen Bundeststaat Bengalen, sind überglücklich, dass Ihr Bahnhof nach 42 Jahren wiedereröffnet wird. Ein angeblich durch einen Geist verursachter Todesfall führte einst zu seiner Schließung.

Im Jahre 1967 verstarb ein Bahnarbeiter, nachdem er angeblich den Geist einer Frau, in einen weißen Sari gekleidet, an den Bahnschienen nahe der Station sah.

Fortan weigerten sich die Bahnarbeiter, an der besagten Bahnhofsstation ihren Dienst zu tun und die Züge hielten nicht mehr an.

“Das Leben wurde nach der Flucht der Bahnarbeiter zunehmend schwierig für die Menschen der Region”, sagte Basudeb Acharya, ein ehemaliger Vorsitzender der Bahngesellschaft.

Zwar hält sich diese Geistergeschichte bis heute unter den Anwohnern von Begunkodor, doch die meisten Dorfbewohner glaubten nie wirklich daran: “Die Geschichte mit dem Geist ist nur erfunden. Die Bahngesellschaft wollte einfach nicht mehr in dieser abgelegenen Region Geld investieren”, berichtete Govinda Mahato, eine Anwohnerin.

Ähnlich sieht es auch die zuständige Ministerin Mamata Banerji: “Ich glaube nicht an Geister, das ist alles von Menschen erdacht. Die Leute baten mich, die Station wieder zu eröffnen und diesem Anliegen kam ich gerne nach.”

Der Rnachi-Hatia Express wird nun wieder regelmäßig in Begunkodor anhalten.