Geisterzug verängstigt Anwohner

Canaan/ USA – Die Anwohner der Kleinstadt Canaan in New Hampshire vernehmen dieser Tage angeblich immer wieder die Geräusche eines Zuges, der nachts den Bahnhof der Stadt passiert, obwohl der nächtliche Fahrbetrieb unlängst eingestellt wurde.

“Ich kann die Gleise von meinem Schlafzimmerfenster aus genau sehen”, sagte der 63-jährige Ted Jefferson. “Vor wenigen Tagen weckte mich meine Frau nachts und sagte: ‘Hör mal, da fährt ein Zug.’ Aber als ich aus dem Fenster blickte, waren die Gleise leer”, fuhr Jefferson fort.

Doch Jefferson ist nicht der einzige Anwohner Canaans, der sich dieser Tage über den ungewöhnlichen Fahrbetrieb wundert. Auch der ehemalige Schaffner Peter Kingston behauptet den Geisterzug nicht nur gehört, sondern auch gesehen zu haben.

“Ich sah den Schatten einer alten Dampflokomotive, die um vier Uhr morgens den Bahnhof von Canaan passierte.” Der pensionierte Schaffner bewohnt eine Wohnung im Obergeschoss des alten Bahnhofgebäudes.

Doch Kingston hat seine ganz eigene Erklärung für den Geisterzug: “Am 15. September 1907 gab es unweit von hier ein schweres Zugunglück, bei dem 25 Menschen getötet und 39 Personen verletzt wurden. Ich glaube, dass es sich um den alten Passagierzug handelt, der sich noch immer auf seiner alten Route befindet.”

Die Unglücksstelle, vier Kilometer nördlich von Canaan, wird noch heute von den Anwohnern gemieden.