Graveyard Keeper – Das etwas andere Strategiespiel

Wer – zufällig – schon immer einmal einen Friedhofsbetrieb leiten wollte, kann dies mit dem kurzweiligen Strategiespiel Graveyard Keeper tun. Aber Vorsicht: So manch ethischer Konflikt ist vorprogrammiert.

Die Entwickler selbst nennen ihr Spiel mit einem ironischen Augenzwinkern die “ungenaueste mittelalterliche Friedhofsmanagement-Simulation des Jahres.” Man kann nur hoffen, dass sie tatsächlich ungenau ist; denn warum sollte man tote Körper einfach so vergraben, wenn man sie doch weiternutzen kann? Warum bei einer Beerdigungsfeier nicht auf eigene Fleischressourcen zurückgreifen, statt teure Hot-Dog-Würstchen zu kaufen. Frei nach dem Motto: Fleisch ist Fleisch.

Doch es muss nicht bei der Deckung des Eigenbedarfs bleiben. Ein Toter braucht sein Blut nicht mehr, also kann man dies doch in Zeiten des mittelalterlichen Kapitalismus auch verkaufen und manche Körperteile gleich dazu. Schließlich ist so ein Friedhofsbetrieb nicht kostenlos.

Graveyard Keeper ist ein kurzweiliges, durchaus komplexes Strategiespiel aus dem Hause Lazy Bear Games, das eben nicht (politisch) korrekt sein möchte und aus diesem Grunde auch so unterhaltsam ist. Beispielsweise hilft einem der Totenschädel Gerry mit viel Sarkasmus durch die ersten Spieltage. Der zugehörige Körper von Gerry ist hinter dem eigenen Zuhause vergraben. (Das erinnert ein wenig an den Ball “Wilson” aus dem Film Cast Away – Verschollen, mit Tom Hanks).

Wer morbiden Witz und etwas andere Strategiespiele mag, dem sei Graveyard Keeper an das hoffentlich noch schlagende Herz gelegt, bevor es vielleicht verkauft wird.

Copyright Bilder: Lazy Bear Games

Link: Graveyard Keeper Wiki

Trailer: