Haunted – Menschen erzählen ihre Geistergeschichten [Serie]

Die neue Netflix-Serie HAUNTED Heimgesucht: Unglaubliche Zeugenberichte überrascht mit einem interessanten Erzählkonzept, bei dem Menschen ihren Angehörigen und Freunden Geistergeschichten erzählen, die ihnen angeblich wirklich widerfahren sind.

Die erste Folge der Staffel beginnt mit der Geschichte von Jason Hawkins, der von einer “weißen Frau” heimgesucht wird. Jason und seine Familienmitglieder und Freunde sitzen in einem Raum und er beginnt zu erzählen. Sein Bericht wird durch nachgespielte Szenen überblendet.

Jason zog mit seinen Eltern als achtjähriger Junge in ein Haus in Anaheim (Kalifornien) ein und erlebte dort angeblich furchtbare Jahre: Jede Nacht öffnete sich sein Kleiderschrank und “die weiße Frau” trat heraus, um ihn zu terrorisieren. Er offenbarte die Geschichte seinen Eltern, doch die wollten ihm nicht glauben und so musste er sechs Jahre den nächtlichen Terror der “weißen Frau” erleben.

Doch auch nach einem erneuten Umzug setzte die Heimsuchung der weißen Frau nach kurzer Zeit wieder ein und hält bis heute an. Jason berichtet seinen Angehörigen in der Gegenwart, dass er jeden Tag Angst hat, dass die “weiße Frau” ihn umbringt. Die Angehörigen – darunter auch Jasons volljährige Tochter – stellen Fragen, die er beantwortet. Allen Beteiligten kommen immer wieder Tränen über das Martyrium, das Jason durchlebt.

Jason erfährt schließlich, dass die Vormieterin des Hauses in Anaheim ihre Kinder nur eine Woche vor Einzug der Hawkins in der Badewanne ertränkt und sich selbst im Schrank in Jasons Zimmer erhängt hat. Sie suchte Jason heim, weil sie – der Erzählung nach – glaubte, dass ihr Kind doch eigentlich hätte tot sein müssen.

Die Einblendungen der Gesprächsrunde entspannen die filmischen Horrorszenen, die Jasons Erzählungen darstellen, wodurch Gruselmomente immer wieder zurückgenommen werden und auch Zuschauer mit einer vermeintlich geringeren Angstschwelle der Serie folgen können.

Es entwickelt sich also primär keine Gruselstimmung, sondern eher ein starkes Gefühl der Beklommenheit ob Jasons Martyrium, verbunden mit dem unguten Gedanken, dass dies jedem von uns widerfahren kann.

Fazit: Kurzweilige Geister-/Spukserie, die durch ein interessantes, semi-dokumentarisches Erzählkonzept punktet.

Trailer: