Menschliche Asche als Tinte für Tätowierungen

Key Largo/ USA – Liebe kennt keine Grenzen, auch nicht den Tod und so kehrt der Tatoo-Trend morbid ink zurück, der vor vielen Jahren in Vergessenheit geraten ist. Konkret geht es darum, die Asche Verstorbener mit der Tinte für Tätowierungen zu vermischen, die dann eine besondere Symbiose zwischen Träger der Tätowierung und dem Verstorbenen erzeugt.

Patrick Duffy, einem Tauchlehrer aus Key Largo/Florida, kam die Idee auf einem seiner Tauchgänge: “Vor mir schwamm eine Frau, die sich auf ihren Unterschenkel das Gesicht ihres Mannes, eines Navy Seals hat tätowieren lassen, der im Kampf gefallen war.”

“In dem Moment dachte ich, wäre es nicht cool, wenn man eine Tätowierung in eine Art Reliquie verwandeln könnte? Indem man etwas ganz Persönliches, einen Teil dessen, was man gliebt hat, mit dem Tatoo verbinden kann”, so Duffy.

Nach vier Jahren Entwicklungs- und Patentierungszeit hat Duffy mit Partnern nun ein Produkt namens Everence entwickelt; eine pulvrige Substanz, die DNA aus beispielsweise sterblichen Überresten synthetisiert, die dann wiederum mit Tatoo-Tinte verbunden werden kann, ohne dass dabei Nachteile oder Nebenwirkungen für die Farbe entstehen.

Sicherlich eine besondere und intime Erinnerung.