Priester unfähig Exorzismus durchzuführen

Rom/ Vatikan – Heutige Priester und Kirchenmänner sind nicht in der Lage, einen Exorzismus durchzuführen, obwohl ein steigender Bedarf besteht, behauptet der Chefexorzist des Vatikans, Pater Gabriele Amorth.

Bei einem Blick in den Terminkalender von Pater Amorth wird schnell deutlich, dass Besessenheitszustände keine Ausnahme sind und nicht nur in Hollywood vorkommen. Täglich führt Amorth mehrere Exorzismen durch und laut seinen Aussagen besteht eine immer größere Notwendigkeit dafür, obwohl immer weniger Priester dazu in der Lage sind, einen Exorzismus durchzuführen.

“Die Menschen glauben zwar an den Teufel, nicht aber an seine Handlungen und Manifestationen. Da sich immer mehr Menschen von Gott lösen, wird der Raum des Teufels auch immer größer”, berichtete Amorth.

“Wenn ein Priester glaubt, dass ein Mensch besessen ist, schickt er ihn eher zum Psychologen oder Psychotherapeuten, als selbst einen Exorzismus durchzuführen, um ihn von den bösen Geistern zu befreien. Dieser Mangel an Erfahrung schwächt die Kirche”, fuhr Amorth fort.

Amorth berichtete ferner, dass man Besessenheitszustände an den Bewegungen der Augen der betroffenen Person erkennen kann. Jene Menschen würden sich dann Sekten oder falschen Glaubensgemeinschaften anschließen.

Der Exorzist ist jedoch erfreut darüber, dass der Papst sich nun der Sache angenommen hat und mehr Exorzisten ausbilden lassen will.

<<< Zum Video