Schlaflähmung oder Begegnung mit Dämonen?

Manchen Personen ist es schon passiert, sie sind von Albträumen gefangen, erwachen schweissnass und sind plötzlich absolut bewegungsunfähig, bekommen keine Luft, geraten in panische Angst. Sind sie gefangen von der Lähmung des kürzlichen Tiefschlafs? Oder sind sie befallen von einem Dämon, einem Incubus oder Succubus?

Als College Student begegnete David J. Hufford 1964 dem gefürchteten Dämon, der sich des Nachts auf die Brustkörbe der Menschen setzt und ihnen Luft und Bewegung raubt. Übermüded vom Lernen für Prüfungen, fiel er in einen tiefen, aber unruhigen Schlaf. Eine Stunde später wurde er von dem Geräusch der sich öffnenden Schlafzimmertür geweckt, die er vor dem zu Bett gehen abgeschlossen hatte. Er hörte Schritte, die sich seinem Bett näherten und er fühlte die Anwesenheit von etwas Bösem. Angst überfiel ihn und er konnte keinen Muskel bewegen, aus seinen starr geöffneten Augen sprach pure Furcht.

Ohne Warnung sprang die bösartige Instanz auf seinen Oberkörper. Ein starkes Gewicht drückte auf seinen Brustkorb. Die Atmung wurde schwer und Hufford fühlte Hände, die sich um seinen Hals legten und langsam zudrückten. “Ich dachte, ich muss sterben.”; sagte er.

Plötzlich aber gaben seine Muskeln nach und übten wieder eine Gegenkraft aus. Hufford sprang auf, rannte einige Blöcke die Strasse hinunter und suchte Schutz im Gebäude der Studentenverbindung. “Es war grauenhaft”, erinnert er sich voller Anspannung. “Aber ich sagte niemandem, was geschehen war.”

Heutige Wissenschaftler nennen das Phänomen “Schlaflähmung”, eine kurzzeitige Lähmung der Muskeln, die dann Auftritt, wenn man z.B. durch Albträume aus dem Schlaf gerissen wird. In diesem Halbwachzustand werden dann noch Fetzen des Albtraums hinübergetragen, die Angst oder sogar Panik auslösen, welche die mangelnde Kontrolle über die Muskeln noch verstärken.

Das Wort Albtraum oder auch Nachtmare stammt von dem Wort “merran” ab, was soviel wie drücken oder quetschen bedeutet.

Diese Erklärung scheint plausibel und manch einer fühlt sich nun wieder sicher im eigenen Heime und doch bleibt die Angst vor der Nacht, vor dem was in ihr ist, vor dem was aus ihr kommt und die Albträume bringt.