Schlafwandlerin: Mordanklage fallen gelassen

Hongkong/ China – Die Mordanklage gegen eine Chinesin, die im Schlaf ihre Freundin erstochen und erstickt hat, wurde fallen gelassen. Eine Jury sprach die Angeklagte aufgrund von Unzurechnungsfähigkeit von dem Tatbestand frei.

Eine Jury befand die 30-jährige Zheng Wei-dong für unzurechnungsfähig, sprach von einem ‘krankhaften Automatismus’ und daher für nicht schuldig. Drei vom Gericht bestellte Psychiater bestätigten, dass Zheng im Schlaf einen derartig starken Albtraum durchlebt haben musste, dass sie in das Zimmer ihrer Freundin ging und sie tötete. Die Möglichkeit einer Besessenheit wurde vom Gericht nicht in Betracht gezogen.

Mit den Worten: “Ich bin der Teufel, ich töte Dich!”, betrat die 30-jährige Chinesin das Zimmer ihrer Freundin, stach mit einem Messer auf den Hals des Opfers ein, verletzte die Frau dabei schwer und erstickt sie danach mit einem Kissen.

Zheng selbst bestreitet ihre Freundin getötet zu haben und kann sich an die Tat nicht erinnern.

Dennoch ist die Chinesin noch nicht endgültig frei. Sie muss sich nun auf unbestimmte Zeit unter Aufsicht des Gerichts einer psychiatrischen Behandlung unterziehen, damit ihre Albträume nicht zu erneuten Vorfällen dieser Art führen.

Zhengs Verteidiger, Michael Arthur, sagte, dass seine Klientin keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. Dies war der erste Fall einer Schlafwandlerin, die ein Kapitalverbrechen verübte, der von Gericht verhandelt wurde.