Schleierritual

Der November ist wohl der geeignetste Monat, um ein Schleierritual durchzuführen.

Das Ziel eines solchen Rituals ist es, auch physisch den Schleier zur Anderswelt zu übertreten, was dazu führt, dass Visionen/astrale Begegnungen zumeist sehr viel klarer und intensiver sind.

Geeignet sind dafür Abende/Nächte, an denen es sehr neblig ist.

Man benötigt einen geeigneten Ritualplatz (in der Natur natürlich), Als Räucherungen Weihrauch und (ganz wichtig) recht viel Dammar und ein wenig Jalapin (optional).

Einstimmung: Ritualkreis ziehen, Kreis mit Weihrauch reinigen. Räucherfeuer in der Mitte aufbauen. Kleinen Räucherkelch zur Hand nehmen (mit Weihrauch). Pentagrammritual durchführen.

Das Ritualfeuer darf nur sehr seicht brennen, am besten nur noch glühen.

Ritualbeginn: Wer es gewohnt ist oder möchte, kann sein Totem oder Schutzgeist zur Begleitung anrufen. Nach Westen richten, eine große Hand voll Dammar langsam ins Ritualfeuer geben, sich in den Rauch stellen und langsam einatmen, anschließend eine gute Portion Dammar in den Räucherkelch streuen und nun langsam im Uhrzeigersinn den Ritualkreis abgehen, dabei den Räucherkelch nach links und rechts schwenken. Sich ganz ruhig bewegen und die feuchte Luft des Kreises stark mit dem Dammar sättigen, dabei ganz langsam das Wort “Shinzu” (Öffne dich) lang gezogen immer wieder vor sich hersagen.

Wenn Ihr alles richtig macht, wird der Nebel um Euch herum (leicht) hell und es beginnen sich Strukturen darin abzuzeichnen. Geht einfach immer weiter, bis Ihr einer Sache (die Ihr darin seht) nachgehen, eine Sache erkunden wollt. Bleibt dann stehen. Dammar immer weiter schwenken. Versucht insgesamt eine Halbtrance zu erreichen. Ihr dürft auch mental nicht mehr ganz im “Jetzt” sein, aber achtet darauf, dass Ihr nicht die Orientierung verliert oder den Kreis verlasst. Wenn Ihr einer Instanz begegnet, streut etwas Jalapin in Euren Räucherkelch und begegnet der Instanz, wie Ihr Ihnen auch in der Meditation begegnet. Schreckt nicht vor der Intensität zurück. Wenn sie nachlässt, wieder ein wenig Dammar auflegen.

Wenn Ihr das Ritual schließen wollt, dreht um, geht gegen den Uhrzeigersinn im Kreis, sprecht “Shinwu” (Schließe dich), räuchert etwas Weihrauch. Kehrt zurück ins Jetzt, führt nochmal das Pentagrammritual durch, öffnet den Kreis.

Die Kunst dieses Rituals ist es ein wenig, die goldene Mitte zwischen Orientierungsverlust und dem Loslösen aus dem Jetzt zu finden.

Zwei Praxistipps: 1. Bindet Euch zwei Beutelchen um, in denen Ihr Eure Räucherungen habt. 2. Nehmt einen Ritualwächter mit: Eine Person, die sich abseits setzt und Euch beobachtet, einerseits damit sie Euch im Notfall helfen kann, aber auch damit Ihr Euch voll auf das Ritual konzentrieren könnt.

Ich wünsche Euch intensive Begegnungen.