Verstorbenes Baby besucht Eltern

Little Falls/ USA – Eine Familie aus Little Falls hört in ihrem Haus regelmäßig das Weinen ihres verstorbenen Babys.

“Unser Baby starb sieben Stunden nach der Geburt”, berichtete der 32-jährige Landschaftsgärtner, Colin O’Keeffe. “Seitdem höre ich nachts ein Wimmern oder Weinen, aber manchmal auch einen hüpfenden Ball, so als ob jemand mit einem Ball spielt”, fuhr O’Keeffe fort.

“Wenn ich dann frage: ‘Bist Du das, Justin?’, kommt die Antwort: ‘Hallo, Daddy’. Das ist für mich sehr schwer zu verstehen und ziemlich hart.”

Aber O’Keeffe berichtete auch von anderen Stimmen und Geräuschen, die er gehört hat und die seine Frau Meghan bestätigen konnte. “Ich hörte, wie ein Mann mit einer Frau sprach, es war so ein leises Flüstern. Als ich im ganzen Haus und draußen nachschaute, war aber niemand da.”

“Alles begann, nachdem schwere Regenfälle unseren Keller überfluteten und ich einen Versicherungsschaden melden musste. Aber als dann noch die Begegnungen mit unserem Baby geschahen und ich sogar hörte, wie Justin mit seinen Holzspielzeug spielte, mussten wir aus diesem Haus raus. Als unser Vermieter fragte, warum wir so fluchtartig das Haus verlassen wollen, sagte ich ihm die Wahrheit, worauf er fragte, ob ich mental in Ordnung sei. Die Leute denken plötzlich du bist verrückt oder so”, berichtete O’Keeffe.

“In den westlichen Kulturen tendieren wir dazu, Menschen die Geister sehen als verrückt oder sonderbar einzustufen”, sagte Marlene Goldman, Professorin an der Toronto-Scarborough Universität.

“Aber in vielen anderen Kulturen und anderen Teilen der Welt ist das nicht so. Dort ist der Dialog mit Verstorbenen und der Glaube an sie normal und ein wichtiger und legitimer Teil kultureller Praxis”, so die Professorin.

“Gerade für Menschen, die den Schmerz des plötzlichen Todes eines Verwandten verarbeiten müssen, sind Geister Projektionsflächen ihrer Ängste, Wünsche und Hoffnungen und damit ein wertvoller Teil ihrer Trauerarbeit.”