Vollmond: Keinen Einfluss auf Unfälle

Wien/ Österreich – Experten der österreichischen Regierung analysierten in einer neuen Studie den Einfluss des Vollmondes auf die allgemeine Unfallwahrscheinlichkeit. Dabei untersuchten sie 500.000 Arbeitsunfälle, mit dem Ergebnis, dass der Vollmond keinen statistischen Einfluss auf die Unfallwahrscheinlichkeit hat.

Der Physiker und Astronom Robert Seeberger und der Mittelschulprofessor Manfred Huber analysierten in ihrer Untersuchung 500.000 Arbeitsunfälle der Jahre 2000 – 2004. Durchschnittlich ereignen sich täglich 400 Arbeitsunfälle, laut Aussagen der Wissenschaftler. Betrachtet man nun lediglich die Vollmondtage, so liegt der Wert sogar unter dem Durchschnitt, bei 385. “Der Vollmond beeinflusst nicht die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls”, so Seeberger.

Hartnäckig halten sich immer wieder die Gerüchte, dass der Vollmond einen signifikanten Einfluss auf das Geschehen auf der Erde hat, was die meisten Studien jedoch nicht belegen.

In einer kanadischen Studie aus dem Jahre 1998, stellten Wissenschaftler der Universität Saskatchewan ebenfalls keinen signifikanten Einfluss des Mondes auf die Häufigkeit von Autounfällen fest. Sie analysierten dafür 250.000 Autounfälle.

Lediglich die Verbrechensrate scheint vom Mond beeinflusst zu sein, wie eine amerikanische Studie aus dem Jahre 1984 belegt. Dabei wurde eine Erhöhung der Verbrechen insbesondere bei Vollmondnächten 1978-82 in Indien festgestellt. Wissenschaftler führen dies aber auch darauf zurück, dass man bei Vollmond schlicht und einfach besser sehen kann.