Weihwasser als Sicherheitsrisiko

Lourdes/ Frankreich – Einer italienischen Pilgerin wurde es vom Flughafenpersonal in Tarbes-Lourdes untersagt, dass sie ihr Weihwasser aus der heiligen Quelle in Lourdes mit an Bord eines Flugzeuges nehmen durfte.

Paola Saluzzi besaß acht kleine Fläschchen, in Form der Heiligen Maria, mit dem Wasser aus der heiligen Quelle in Lourdes. Die Katholiken glauben, dass die Heilige Maria 1858 in jener Grotte in Lourdes erschienen ist und sprechen seitdem dem Wasser der dortigen Quelle wundersame Kräfte zu.

Das Flughafenpersonal des örtlichen Flugplatzes Tarbes-Lourdes untersagte Saluzzi jedoch, das Wasser mit an Bord ihres Rückfluges nach Italien zu nehmen. “Die Beamten behandeln das Wasser wie jede andere Flüssigkeit und das Mitführen von Flüssigkeiten gilt leider als Sicherheitsrisiko”, so Saluzzi.

Jedoch hatte der Reiseveranstalter des Vatikans, der diese Pilgerreisen organisierte, diese Eventualität vorher gesehen und unter jedem der Plätze im Flugzeug eine Flasche des heiligen Wassers deponiert.

Die vom Vatikan gecharterte Boeing 737 befördert im Jahr mehr als 150.000 Pilger zu heiligen Orten auf der ganzen Welt.