Wunderhaus heilt Kranke

Sydney/ Australien – Durch den Besuches eines Hauses in West-Sydney können kranke Menschen vermeintlich geheilt werden; denn aus den Wänden des Hauses tritt ein wundersames Öl aus, das heilende Kräfte besitzen soll.

Frauen, die medizinisch attestiert angeblich nicht schwanger werden können, werden nach dem Besuch des “Wunderhauses” – wie die Australier es mittlerweile nennen – schwanger. Ein krebskrankes Kind überwindet nach dem Besuch des Hauses die tödliche Krankheit.

2008 kam der Sohn von George und Lina Tannous bei einem Autounfall ums Leben. Ab diesem Zeitpunkt begann Öl aus den Wänden der Wohnung von George und Lina auszutreten. George und Lina glauben, dass der Geist ihres Sohnes damit etwas zu tun hat.

“Der Geist meines Sohnes ist in diesem Haus. Er liebte Gott und Jesus. Er ist in dieses Haus gekommen, und das Öl ist sein Geist”, sagt Lina Tannous. Mike Tannous – der verstorbene Sohn – soll in der Tat außergewöhnlich religiös gewesen sein: “Er war immer religiös. Er trug Rosenkranzperlen und er hatte ein Kreuz auf seinem Rücken tätowiert. Er wollte den Menschen im Leben helfen und das ist seine Art, das im Tod zu tun.”

Die Menschen pilgern mittlerweile aus ganz Australien zu dem Haus in Sydney und erhoffen sich Heilung, Gottesnähe oder eine andere Form von Zeichen oder Bestätigung ihres Glaubens. Sie reiben das mit Watte aufgefangene Öl auf ihre Haut. Ein zweieinhalbjähriges Kind konnte dadurch – laut Aussage ihrer Eltern – sogar die Erkrankung mit einem Glioblastom überwinden. Eine Frau wurde kurz nach dem Besuch des Wunderhauses mit ihrem dritten Kind schwanger, obwohl die Ärzte ihr nach der Geburt des zweiten Kindes sagten, dass sie keine weiteren Kinder bekommen kann.

Natürlich sehen nicht alle Menschen in den Vorkommnissen ein religiöses Wunder. Skeptiker, wie der Journalist Tim Mendham bezeichnen die Familie hingegen als Scharlatane. Und in der Tat wurden angebliche Wunder, wie weinende Madonnen, immer wieder überführt.

Den Menschen, denen das Haus – in welcher Form auch immer – geholfen hat, wird das freilich egal sein.